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Klangkunst in Industriekultur 2021

21.-29.August 2021

Klanginstallation Entfernte Rhythmen

Offenbach am Main / Ehemaliges Torhaus der Firma Mato

Das 1921 erbaute Torgebäude, in dem 1930 bis 1990 die Firma MATO ihren Produktionsstandort hatte, wirkt heute inmitten eines neu gebauten Wohnviertels wie ein Reststück, ein Überbleibsel aus einer alten Zeit. Das ehemalige sich dahinter befindliche Fabrikgelände mit seinen Gebäuden und Werkhallen besteht heute nicht mehr. Die Arbeits- und Produktionsverhältnisse haben sich verändert, die Firma MATO hat heute, wie viele anderen Firmen, Tochtergesellschaften weltweit.
Das Künstlerduo Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort greift dies mit ihrer dreiteiligen Klang- und Videoinstallation »Entfernte Rhythmen« gedanklich auf. Dabei interessiert sie neben der Geschichte der Firma MATO, die sich im Laufe der Zeit verändernden Arbeits- Produktionsbedingungen und daran geknüpft die Veränderung der Stadtstruktur um das Torgebäude.
Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort legen in ihren Klanginstallationen Verborgenes frei, was sich nicht unmittelbar auf ersten Blick erschließen lässt. Die Prägung eines Ortes, seine Umgebungsgeräusche, seine Geschichte und städtische Einbindung ist dabei der Ausgangspunkt. Ihre Installationen verstehen sie als eine Erweiterung des Raums, die eine neue Erfahrung erschließt.

Bitte beachten sie das es keine Eröffnung gibt.
Stattdessen findet eine Finissage und ein Künstlergespräch am Sonntag 29. August 2021 um 16:30 Uhr statt.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bis zum 16. August 2021 per Mail an kontakt@kulturfonds-frm.de oder per Fax an 06172 999-4699. Vielen Dank!


Zu folgenden Zeiten kann das Torhaus der Firma MATO mit Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften ohne Anmeldung besucht werden:  
Sa-So 21-29.8., Sa jeweils 15-21Uhr, So jeweils 12-18 Uhr, Di-Fr jeweils 17:30 – 20:30 Uhr
Sa und So jeweils 16 Uhr Führungen zur Geschichte des Objekts, Anmeldung erforderlich
Adresse: Bieberer Straße 215, 63071 Offenbach
Kontakt: info@altes-torhaus-offenbach.de
Haltestelle: Offenbach Ostbahnhof

Kuratorin: Julia Cloot / Kulturfonds Frankfurt RheinMain

 


 

Blick auf das ehemalige Torgebäude der Firma MATO / Konstruktionszeichnung

 

Ausstellung Werterauschen

05.09.2021 – 14.11.2021

 

weitere Infos Schloss Biesdorf

 

Sven Kalden, Michaela Schweiger, Binelde Hyrcan, Johanna Kandl, Thomas Ravens, Ingeborg Lockemann, Anna Jermolaewa, Stefan Panhans, Gunter Reski, Heidrun Holzfeind, Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort, Timm Ulrichs, Simon Mullan u. a.


Das Ausstellungsprojekt kreist um den Begriff des Wertes als ökonomische, soziale und technologische Konstruktion: Was hat für uns Wert und wie können Werte entstehen?
Lassen sich Strategien ökonomischen Handelns aufgreifen und Modelle von Gegenökonomien und Wertschöpfung entwickeln? Wie wirken unvorhersehbare Ereignisse auf Werteschemata?
In der Ausstellung sollen Projekte gezeigt werden, die sich mit gegenwärtigen ökonomischen Wertesystemen auseinandersetzen und die Entscheidungsmöglichkeiten des Menschen innerhalb dieser Systeme ausloten wollen.

 

 

weitere Ausstellungen 2021

 

Nominierung zum Quattropole-Preis, Ausstellung Saarbrücken, 19.11.2021 - 09.01.2022, Europäische Kunstakademie, Kurator: Simon Santschi

 

 

Ausstellung Ab-Raum

Jessica Arseneau, Shlomit Bauman, Oliver van den Berg, Roswitha von den Driesch/Jens-Uwe Dyffort, Mandy Gehrt, Sven Kalden, Ingeborg Lockemann, Renata Lucia, Inken Reinert, Grit Ruhland, Anna Schimkat

17. 04. - 16.05.2021, Kunstraum D21 Leipzig

weitere Infos:

www.d21-leipzig.de

 

 

 

Blick in die Ausstellung Ab-Raum©Jessica Arseneau

 

 

 

Hörstück »vorübergehend« (hr2-kultur, Kommission)

Sendung: hr2-kultur, "The Artist's Corner", 08.05.2021, 23:00 Uhr.


Spaziergänger auf dem Tempelhofer Feld in Berlin im Februar 2021 Bild © Imago / snapshot

 

 

In ihrer Rhythmik und Gewichtung sind Schrittgeräusche nicht nur einer bestimmten Person zuzuschreiben, sie erzählen auch etwas von der spezifischen Stimmungslage. In der Bewegung, so zeigt die Erfahrung, bewegt sich auch das Denken leichter. Diesen Gedanken hat das Klangkünstlerduo Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort aufgegriffen und wie viele andere Bewohner Berlins und anderswo während der Covid19-Lockdown-Phasen mit Distanzrespekt die Stadt durchlaufen. Bei den Spaziergängen haben sie Aufnahmen von vorbeilaufenden Flaneuren, Passanten und Sporttreibenden gemacht. Deren Schritte und Gesprächsfetzen von Unterhaltungen, Telefonaten und Selbstgesprächen spiegeln sowohl den Ort der Aufnahme akustisch wider und die spezifische Lebenssituationen der Passanten. Das Hörstück „Vorübergehend“ gibt kurze flüchtige Einblicke in anonyme Alltage, Pläne und Wünsche. Unterschiedliche Abläufe neuer Zusammenhänge, Kontakt-Vermeidungen und -Annäherungen sowie verpasste Begegnungen erzeugen ein Wechselspiel von (Klang-)Bildern des eigenen und sowieso und gerade jetzt nicht einfachen Alltags.

Sendetermin: Sa. 08.05.21, 23:00 Uhr

 

Sound Art Zone: Coesfeld „outside-in“

Ulrich Eller, Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort, Denise Ritter, Yotam Schlezinger, Hubert Steins

22. August bis 30. August 2020
Eröffnung: Samstag, 22. August 2020, 15 Uhr


BEGRÜSSUNG
Jutta Meyer zu Riemsloh
EINFÜHRUNGSVORTRAG
Prof. Stefan Fricke
LITERARISCHE STADTFORSCHUNG
Florian Neuner
Im Anschluss Rundgang durch die Sound Art Zone: Coesfeld mit Künstlergesprächen vor Ort der Klanginstallationen.

Verehrte Mitglieder, Gäste und Kunstfreunde,
im Rahmen der Coronaschutz Verordnung des Landes NRW bitten wir Sie, Ihre Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung Sound Art Zone Coesfeld im Kunstverein anzumelden. Ihnen wird dann ein Sitzplatz zugewiesen.
Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist bis zur Einnahme Ihres Sitzplatzes erforderlich. Sollten Sie sich in der Ausstellungshalle bewegen, ist der Mindestabstand zu beachten und das Tragen einer Maske unumgänglich.
Wir danken für Ihr Verständnis und hoffen, dass Sie, trotz der Umstände, mit Freude und Interesse unsere Veranstaltung besuchen werden.
Jutta Meyer zu Riemsloh M.A.
Geschäftsführerin
Kunstverein Münsterland e.V.
Jakobiwall 1
49653 Coesfeld
Tel.: 02541 88 07 11
Fax: 02541 88 07 14
www.kunstverein-muensterland.de
Vereinsregisternummer: VR 545
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14 bis 18 Uhr
Samstag 10 bis 13 Uhr
Sonntag 11 bis 17 Uhr
am Eröffnungssonntag 23.8. bis 20 Uhr

www.kunstverein-muensterland.de

Die Ausstellung »Sound Art Zone: Coesfeld „outside-in“ macht Klang als Medium der Kunst nicht nur im Kunstverein Münsterland erlebbar: Passanten können an sechs Installationen in öffentlichen Bereichen Coesfelds auf Geräusche/ Klänge stoßen. Sechs KünstlerInnen wurden eingeladen, einen Ort oder mehrere Orte im Stadtraum zu wählen und klanglich erlebbar zu machen. Ihre Werke beziehen sich auf stadtgeschichtliche, ortsbezogene, architektonische oder alltägliche Gegebenheiten und verwandeln die Innenstadt in einen urbanen Hör-Raum. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler präsentieren in der Ausstellungshalle des Kunstvereins Münsterland weitere Klangskulpturen, Installationen oder Dokumentationen. Alle Hörerlebnisse transformieren visuelle oder räumliche Komponenten zu komplexen Wahrnehmungsszenarien, in denen neben dem Hören auch das Sehen, das räumliche Empfinden, die eigene körperliche Bewegung oder das partizipative Verhalten des Publikums sinnstiftend werden – deshalb der Titel: Sound Art Zone Coesfeld: „outside-in“.
Jutta Meyer zu Riemsloh M.A.

 

 

Die Klanginstallationen Tor 8 und Ton-Rohre an der Umflut, setzen sich mit der Infrastruktur Coesfelds auseinander. Mit der ehemaligen Festungsanlage um die Stadt, den Brücken und Toren die in die Innenstadt führen und kaum noch zu erkennen sind und mit der Veränderung der Wasser-Infrastruktur. So gab es immer wieder Eingriffe in den innerstädtischen Wasserverlauf der Berkel und Phasen in Zeiten der Industrialisierung, wo sie und die Umflut zum Abwasserkanal verkamen. Ihr Überbauen, Verrohren und Begradigen prägt noch heute das Stadtbild Coesfelds.


In der Ausstellungshalle des Kunstvereins ist die vertonte Video-Animation Vorübergehend außer Haus zu sehen.


Innerhalb der vorgegebenen Räumlichkeiten Wohnung, Treppenhaus und Bürgersteig, bilden die alltäglichen Abläufe und Rituale unterschiedlicher Bewohner*innen eines Mietshauses verschiedene, räumliche Bewegungsabfolgen. Die Figuren sind im Grundriss dargestellt und deren spezifischen Schrittgeräusche, als Vertonung zu hören.

Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort legen in ihren Klanginstallationen Verborgenes frei, was sich nicht unmittelbar auf ersten Blick erschließen lässt. Die Prägung eines Ortes – seine Umgebungsgeräusche, Geschichte und städtische Einbindung – ist dabei der Ausgangspunkt. Ihre Installationen verstehen sie als eine Erweiterung des Raums, die eine neue Erfahrung erschließt.

 

Interview

 

Laura J. Lukitsch talks with Jens-Uwe Dyffort about architecting acoustic space.

Geordnete Verhältnisse

 

Christian Hasucha, Ingeborg Lockemann & Elke Mohr, Roswitha von den Driesch & Jens-Uwe Dyffort, Francis Zeischegg

 

Eröffnung: 13.09.2019 um 19 Uhr

14.9.– 15.12.2019

Zentrum für Aktuelle Kunst, Zitadelle Spandau

Öffnungszeiten
Die Zitadelle ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet
Freitag bis Mittwoch 10 – 17 Uhr
Donnerstag 13 – 20 Uhr
Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließzeit

Zitadelle, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Tel. +49 (0)30 354 944-0
info@zitadelle-berlin.de

www.zitadelle-berlin.de

 

Die Menschen und die Dinge ihrer Lebenswirklichkeit begegnen sich in Verhältnissen, die von Ordnungen, Systemen und Klassifizierungen geprägt sind. Sie bieten Sicherheit und ermöglichen kalkulierbare Orientierung in nahezu allen individuellen wie sozialen Zusammenhängen und Räumen. Sobald jene Ordnungen gestört werden, entsteht ein Potenzial der Unsicherheit und führt zu einer neuen, bisweilen ebenso befreienden wie bedrohlichen Wahrnehmung unserer Umwelt.
Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung arbeiten mit gleichermaßen einfachen wie subtilen Störungen und Umkehrungen unserer selbst entwickelten Systeme: Blicke gerinnen zu Bildern, äußere Klänge definieren plötzlich den Innenraum und die sichere Maßstäblichkeit unserer Lebensverhältnisse geht in sich auflösenden Raumkonzeptionen verloren. Aus solchen, mitunter nur minimalen Veränderungen und Verschiebungen entstehen Irritationen, entwickelt sich eine neue Wahrnehmung. Vormals geordnete Verhältnisse hinterlassen offene Symbiosen, durchlässige Membranen und diffizile Gesellschaften, die die Betrachtenden zur kritischen Hinterfragung eigener Erwartungshaltungen und zur Neudefinition der jeweiligen subjektiven Standpunkte einladen. (Ralf Hartmann)

 

September- Oktober 2019

 

Künstlerische Projekte in Regis-Breitingen, Kulturbahnhof e.V., Landkreis Leipzig

 

 

Punktierte Fragmente

Eröffnung: Freitag 09.11.2018 um 19 Uhr

vom 10.11. - 30.12.2018


Saarländisches Künstlerhaus
Karlstraße 1, 66111 Saarbrücken

Di - So 10-18 Uhr

An den Weihnachtstagen geschlossen

Gefördert von:

www.kuenstlerhaus-saar.de

www.facebook.de/khsaar

 

Die Raum-Klanginstallation "Punktierte Fragmente" knüpft an einen Reihe von Arbeiten an, die sich mit Rohstoffabbau auseinandersetzen. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für einen Ort und die Transformation von Landschaft durch Rohstoffabbau. Dazu haben Dyffort & Driesch unterschiedliche Orte besucht, die von der Entwicklung des Rohstoffabbaus und den daraus resultierenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedingungen geprägt sind, beispielsweise den Emilianusstollen, ein römisches Bergwerk in St. Barbara bei Saarlois und die Cadia-Hill-Mine in New South Wales, die eine der größten produzierenden Kupferminen der Welt ist. Neben Klang- und Videoaufnahmen, die sie an diesen Orten gemacht haben, bilden auch die von ihnen mitgebrachten Gesteinsbrocken einen Teil ihrer Raum-Klanginstallation.

 

Hill End Hörstück

 

Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort: Hill End
hr 2018 | 40 Min. | Ursendung

 


Samstag, 15.09.2018, 23:00 Uhr
Sendung: hr2-kultur, The Artist's Corner, Hörstück

www.hr2.de

 

Das Thema heißt Gold - überhaupt die rasante Entwicklung des Rohstoffabbaus samt seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen, die ganze Regionen geprägt haben und prägen. Und längst die ganze Welt.

Das Hörstück entstand mit Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie dem "Hill End Artists in Residence Program" (New South Wales, Australien)

Die 1851 während des australischen Goldrausches gegründete Stadt Hill End steht als Sinnbild dafür. Heute zwar ein musealer Ort – weiterhin ist Australien einer der größten Goldförderer – erweist sie sich als idealer Geschichtsstandort, um mit den Mitteln des Künstlers die globalen Goldflüsse etwas anders als gewöhnlich zu skizzieren. Produzierende Minen verkaufen international Gold, das sich in Elektronikgeräten wiederfindet, das Recyclingfirmen in Deutschland schürfen und veräußern. Das Hörstück "Hill End", vom Klangkunst-Duo Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort aus originalen Vorort-Sounds legiert, führt uns akustisch durch die Kreisläufe des Rohstoffabbaus, lässt unsere Hämmer und Ambosse mitwirken an Klängen des Extrahierens, Zerkleinerns und Verarbeitens. (Stefan Fricke)

 

Digging Digging

 

ADITAL ELA & STUDIO CRIATERRA, ANNA LENA GRAU, EFRAT EYAL, HENDRIK LIETMANN, INKEN REINERT, INGEBORG LOCKEMANN, OLIVER VAN DEN BERG, RELLI DE VRIES, ROSWITHA VON DEN DRIESCH AND JENS-UWE DYFFORT, SHLOMIT BAUMAN, SIGALIT LANDAU, SVEN KALDEN

 

Opening: Thursday, 3 May 2018

Closing: Saturday, 23 June 2018


The Benyamini Contemporary Ceramics Centre, 17 Haamal Street, Tel Aviv

www.benyaminiceramics.org

Funded by Berlin Senate Department for Culture and Europe and The Hill End Artists in Residence Program / Bathurst Regionale Gallery NSW / Australia.


12 quartz stones with enclosures of gold found in Hill End, NSW Australia, 12 small piezo-speakers, 12 small mirrors, 3 small amplifiers, audio player, 2 speakers, 2 video-screens

Rural and urban transformations through raw materials extraction and recultivation play a central role in our work. In the sound and video installation we deal with the subject of transformations of landscape through gold and copper mining, exemplary in the region Hill End, Australia. 1850 the Australian gold rush started there, and still today the area is characterized by it.

 

Hill End

 

Januar 2018

The Hill End Artists in Residence Program / Bathurst Regionale Gallery NSW / Australia

Kulturaustauschstipendium - Global 2018

Murrays Cottage, Hill End, NSW 2850

 

Funded by Berlin Senate Department for Culture and Europe and The Hill End Artists in Residence Program / Bathurst Regionale Gallery NSW / Australia.

 



 

©dyffort & driesch